Allgemeine Geschäftsbedingungen
1. Geltungsbereich
1.1 Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für sämtliche Verträge, die über den Onlineshop unter www.ingsu-fashion.de zwischen der Verkäuferin und ihren Kunden geschlossen werden.
1.2 Verkäuferin und Vertragspartnerin ist:
INGSU FASHION
Ingrid Susanna Hruska
Finkenweg 8
63831 Wiesen
Deutschland
Telefon: +49 1514 0372360
E-Mail: info@ingsu-fashion.de
1.3 Kunden im Sinne dieser Allgemeinen Geschäftsbedingungen können Verbraucher oder Unternehmer sein.
1.4 Verbraucher ist jede natürliche Person, die ein Rechtsgeschäft zu Zwecken abschließt, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbstständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können.
1.5 Unternehmer ist eine natürliche oder juristische Person oder eine rechtsfähige Personengesellschaft, die bei Abschluss des Vertrags in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbstständigen beruflichen Tätigkeit handelt.
1.6 Abweichende Bedingungen eines Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, ihrer Geltung wurde ausdrücklich zugestimmt.
2. Warenangebot und Produktbeschreibungen
2.1 Die Darstellung der Produkte im Onlineshop stellt noch kein rechtlich bindendes Vertragsangebot dar. Sie dient als Aufforderung an den Kunden, eine verbindliche Bestellung abzugeben.
2.2 Die wesentlichen Eigenschaften der angebotenen Produkte ergeben sich aus der jeweiligen Produktbeschreibung.
2.3 Bei als Unikat gekennzeichneten, bereits fertiggestellten Produkten erhält der Kunde grundsätzlich das auf der jeweiligen Produktseite abgebildete Einzelstück.
2.4 Soweit ein Produkt erst nach der Bestellung hergestellt wird, können die Produktabbildungen Beispielbilder darstellen. Darauf wird in der jeweiligen Produktbeschreibung hingewiesen.
2.5 Die auf der Website dargestellten Farben können aufgrund unterschiedlicher Bildschirmeinstellungen geringfügig vom tatsächlichen Erscheinungsbild des Produkts abweichen.
3. Handgefertigte Produkte und Unikate
3.1 Die angebotenen Produkte werden überwiegend in Handarbeit hergestellt. Jedes handgefertigte Produkt besitzt dadurch einen individuellen Charakter.
3.2 Geringfügige, für Handarbeit und das verwendete Material typische Abweichungen in Form, Maßen, Maschenbild, Struktur, Farbverlauf, Muster oder Verarbeitung stellen keinen Mangel dar, sofern sie die vereinbarte Beschaffenheit, Verwendbarkeit oder Qualität des Produkts nicht wesentlich beeinträchtigen.
3.3 Bei natürlichen, wiederverwendeten, recycelten oder handverarbeiteten Materialien können geringfügige Unterschiede in Struktur, Stärke und Farbgebung auftreten.
3.4 Als Unikat gekennzeichnete Produkte sind grundsätzlich nur einmal verfügbar. Nach dem Verkauf eines solchen Produkts kann dasselbe Produkt regelmäßig nicht erneut in identischer Form geliefert werden.
3.5 Die Eigenschaft eines Produkts als Unikat führt bei einem bereits fertiggestellten und allgemein angebotenen Produkt nicht automatisch zum Ausschluss des gesetzlichen Widerrufsrechts.
4. Individuelle Anfertigungen
4.1 Individuelle Anfertigungen sind Produkte, die nicht vorgefertigt sind und erst nach der Bestellung auf Grundlage persönlicher Vorgaben des Kunden hergestellt werden.
4.2 Persönliche Vorgaben können insbesondere individuelle Körpermaße, persönliche Farbkombinationen, besondere Materialkombinationen, kundenspezifische Größen, Namenseinarbeitungen, besondere Formen oder andere ausdrücklich vereinbarte Gestaltungswünsche sein.
4.3 Die für die Herstellung maßgeblichen Eigenschaften und Kundenwünsche ergeben sich aus der Produktbeschreibung, den Angaben im Bestellprozess und gegebenenfalls aus zusätzlichen Vereinbarungen in Textform.
4.4 Der Kunde ist verpflichtet, die für die Herstellung erforderlichen Angaben vollständig und richtig zu übermitteln. Dies betrifft insbesondere Körpermaße, Größenangaben, Farben und sonstige persönliche Vorgaben.
4.5 Erkennbar unvollständige, unklare oder widersprüchliche Angaben werden vor Beginn der Anfertigung mit dem Kunden abgestimmt. Die angegebene Herstellungszeit beginnt in diesem Fall erst, sobald alle erforderlichen Angaben vollständig vorliegen.
4.6 Wird ein Produkt entsprechend den vom Kunden übermittelten Maßen und Vorgaben hergestellt, liegt kein Mangel allein deshalb vor, weil die vom Kunden übermittelten Maße oder Angaben unzutreffend waren.
4.7 Änderungen der vereinbarten Ausführung nach Vertragsschluss bedürfen der Zustimmung der Verkäuferin. Durch nachträgliche Änderungswünsche können zusätzliche Kosten und längere Herstellungszeiten entstehen. Der Kunde wird hierüber vor der Umsetzung informiert.
4.8 Für individuell angefertigte Produkte besteht kein kostenloses, vertraglich eingeräumtes Stornierungsrecht.
4.9 Soweit bei einer individuellen Anfertigung ein gesetzliches Kündigungsrecht anwendbar ist, bleiben die gesetzlichen Rechte unberührt. Im Falle einer solchen Kündigung kann die Verkäuferin die vereinbarte Vergütung verlangen. Sie muss sich jedoch ersparte Aufwendungen sowie dasjenige anrechnen lassen, was sie durch eine anderweitige Verwendung ihrer Arbeitskraft erwirbt oder zu erwerben böswillig unterlässt.
5. Bestellvorgang und Vertragsschluss
5.1 Der Kunde kann die gewünschten Produkte zunächst unverbindlich in den Warenkorb legen.
5.2 Vor dem Absenden der Bestellung kann der Kunde seine Angaben und die ausgewählten Produkte überprüfen, ändern oder aus dem Warenkorb entfernen.
5.3 Mit dem Anklicken der Schaltfläche, die den zahlungspflichtigen Abschluss der Bestellung eindeutig bezeichnet, gibt der Kunde ein verbindliches Angebot zum Kauf der im Warenkorb enthaltenen Produkte ab.
5.4 Der Eingang der Bestellung wird dem Kunden unverzüglich per E-Mail bestätigt.
5.5 Der Kaufvertrag kommt zustande, wenn die Verkäuferin die Bestellung durch eine Bestellbestätigung per E-Mail annimmt.
5.6 Bei individuell abgestimmten Bestellungen außerhalb des regulären Bestellvorgangs kommt der Vertrag zustande, wenn die Verkäuferin das Angebot des Kunden ausdrücklich annimmt oder der Kunde ein individuelles Angebot der Verkäuferin bestätigt.
5.7 Sollte ein als verfügbar angezeigtes Unikat aufgrund eines technischen Fehlers bereits verkauft worden sein, wird kein Vertrag über dieses Produkt geschlossen, sofern die Bestellung noch nicht angenommen wurde. Bereits geleistete Zahlungen werden unverzüglich zurückerstattet.
6. Vertragssprache und Speicherung des Vertragstextes
6.1 Für den Vertragsschluss steht die deutsche Sprache zur Verfügung.
6.2 Die Bestelldaten werden im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben gespeichert.
6.3 Der Kunde erhält nach der Bestellung eine Bestätigung mit den wesentlichen Bestelldaten an die von ihm angegebene E-Mail-Adresse.
6.4 Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen können vor Abgabe der Bestellung auf der Website aufgerufen, gespeichert und ausgedruckt werden.
6.5 Sofern ein Kundenkonto angeboten und durch den Kunden eingerichtet wurde, können vergangene Bestellungen gegebenenfalls innerhalb des Kundenkontos eingesehen werden.
7. Preise und Versandkosten
7.1 Sämtliche im Onlineshop angegebenen Preise sind Gesamtpreise in Euro.
7.2 Aufgrund der Anwendung der Kleinunternehmerregelung gemäß § 19 UStG wird keine Umsatzsteuer erhoben und nicht gesondert ausgewiesen.
7.3 Zusätzlich zum angegebenen Produktpreis können Versandkosten anfallen.
7.4 Die Höhe der Versandkosten wird dem Kunden im Onlineshop und spätestens im Bestellprozess vor Abgabe der verbindlichen Bestellung angezeigt.
7.5 Werden zusätzliche Kosten aufgrund einer besonderen, vom Kunden gewünschten Versandart verursacht, trägt der Kunde diese Kosten, sofern er vor Abgabe der Bestellung darüber informiert wurde.
8. Zahlungsbedingungen
8.1 Die im Einzelfall verfügbaren Zahlungsmethoden werden dem Kunden im Bestellprozess angezeigt.
8.2 Abhängig von der jeweiligen Verfügbarkeit können insbesondere folgende Zahlungsmethoden angeboten werden:
Kreditkarte, Debitkarte, SEPA-Lastschrift, Klarna, Apple Pay, Google Pay und Banküberweisung.
8.3 Zahlungen über Stripe oder einen über Stripe eingebundenen Zahlungsanbieter werden nach den Bedingungen des jeweiligen Zahlungsdienstleisters abgewickelt.
8.4 Der Kaufpreis ist mit Vertragsschluss zur Zahlung fällig, sofern im Bestellprozess oder bei einer individuellen Vereinbarung kein abweichender Zeitpunkt angegeben wurde.
8.5 Bei einer Banküberweisung erfolgt der Versand grundsätzlich nach Eingang der vollständigen Zahlung.
8.6 Bei individuell anzufertigenden Produkten beginnt die Herstellung grundsätzlich erst nach Eingang der vollständigen Zahlung und aller für die Herstellung benötigten Angaben, sofern nichts anderes vereinbart wurde.
8.7 Kann eine Zahlung aufgrund fehlerhafter Angaben, einer fehlenden Kontodeckung oder aus einem anderen vom Kunden zu vertretenden Grund nicht durchgeführt werden, bleibt der Zahlungsanspruch bestehen.
8.8 Der Kunde hat zusätzliche Rücklastschrift- oder Bankkosten nur zu tragen, soweit er die fehlgeschlagene Zahlung zu vertreten hat und die tatsächlich entstandenen Kosten erforderlich und angemessen waren.
9. Lieferung und Herstellungszeiten
9.1 Die Lieferung erfolgt durch DHL an die vom Kunden im Bestellprozess angegebene Lieferadresse.
9.2 Geliefert wird in die im Onlineshop beziehungsweise im Bestellprozess auswählbaren Liefergebiete.
9.3 Die für ein Produkt geltende Lieferzeit wird auf der jeweiligen Produktseite oder im Bestellprozess angegeben.
9.4 Bei bereits fertiggestellten Produkten beginnt die Lieferfrist, sofern nichts anderes angegeben ist, nach Vertragsschluss und nach Eingang einer erforderlichen Zahlung.
9.5 Bei individuell anzufertigenden Produkten setzt sich die Lieferzeit aus der angegebenen Herstellungszeit und der anschließenden Versandlaufzeit zusammen.
9.6 Die Herstellungszeit beginnt erst, wenn die Zahlung sowie sämtliche zur Herstellung erforderlichen Angaben und Freigaben des Kunden vollständig vorliegen.
9.7 Bestellt der Kunde mehrere Produkte mit unterschiedlichen Lieferzeiten, erfolgt die gemeinsame Lieferung grundsätzlich nach Fertigstellung beziehungsweise Verfügbarkeit aller Produkte. Maßgeblich ist in diesem Fall die längste angegebene Lieferzeit.
9.8 Die Verkäuferin ist zu Teillieferungen berechtigt, soweit diese für den Kunden zumutbar sind. Durch eine von der Verkäuferin veranlasste Teillieferung entstehen dem Kunden keine zusätzlichen Versandkosten.
9.9 Sollte eine Lieferung aus Gründen, die der Kunde zu vertreten hat, nicht möglich sein, können die tatsächlich entstandenen Kosten eines erneuten Versands verlangt werden. Dies gilt nicht für die Kosten einer Rücksendung im Rahmen einer wirksamen Ausübung des gesetzlichen Widerrufsrechts.
10. Gefahrübergang
10.1 Bei Verbrauchern geht die Gefahr des zufälligen Untergangs oder der zufälligen Verschlechterung der Ware grundsätzlich erst mit der Übergabe der Ware an den Verbraucher oder einen von ihm bestimmten Empfänger über.
10.2 Hat der Verbraucher selbstständig einen Beförderer beauftragt, der nicht zuvor von der Verkäuferin benannt wurde, geht die Gefahr nach den gesetzlichen Bestimmungen bereits mit der Übergabe an diesen Beförderer über.
10.3 Bei Unternehmern geht die Gefahr des zufälligen Untergangs und der zufälligen Verschlechterung mit der Übergabe der Ware an das mit dem Versand beauftragte Unternehmen über.
11. Eigentumsvorbehalt
11.1 Die gelieferte Ware bleibt bis zur vollständigen Bezahlung des Kaufpreises Eigentum der Verkäuferin.
11.2 Gegenüber Unternehmern bleibt die Ware darüber hinaus bis zur vollständigen Begleichung sämtlicher Forderungen aus der laufenden Geschäftsbeziehung Eigentum der Verkäuferin.
12. Widerrufsrecht
12.1 Verbrauchern steht bei Fernabsatzverträgen grundsätzlich ein gesetzliches Widerrufsrecht zu.
12.2 Die Einzelheiten zum Widerrufsrecht, zu den Widerrufsfristen, zur Rücksendung und zu den Folgen des Widerrufs ergeben sich aus der gesonderten Widerrufsbelehrung.
12.3 Bei bereits fertiggestellten Unikaten besteht grundsätzlich das gesetzliche Widerrufsrecht. Die bloße Eigenschaft als Unikat schließt das Widerrufsrecht nicht aus.
12.4 Das Widerrufsrecht besteht nicht bei Verträgen zur Lieferung von Waren, die nicht vorgefertigt sind und für deren Herstellung eine individuelle Auswahl oder Bestimmung durch den Verbraucher maßgeblich ist oder die eindeutig auf die persönlichen Bedürfnisse des Verbrauchers zugeschnitten sind.
12.5 Der Ausschluss betrifft insbesondere Produkte, die erst nach der Bestellung anhand individueller Körpermaße, persönlicher Farb- oder Materialkombinationen, kundenspezifischer Gestaltungswünsche oder anderer persönlicher Vorgaben hergestellt werden.
12.6 Gesetzliche Gewährleistungsrechte wegen eines Mangels bleiben auch bei individuell angefertigten Produkten uneingeschränkt bestehen.
13. Rücksendekosten bei einem Widerruf
13.1 Bei Ausübung des gesetzlichen Widerrufsrechts trägt der Verbraucher die unmittelbaren Kosten der Rücksendung der Ware, sofern er hierüber in der Widerrufsbelehrung ordnungsgemäß informiert wurde.
13.2 Die Gefahr der Rücksendung trägt im Falle eines wirksamen Widerrufs nach den gesetzlichen Bestimmungen die Verkäuferin.
13.3 Rücksendekosten aufgrund einer berechtigten Mängelanzeige richten sich nach den gesetzlichen Gewährleistungsbestimmungen.
14. Prüfung zurückgesendeter Waren und Wertersatz
14.1 Der Verbraucher darf die erhaltene Ware in dem Umfang prüfen und anprobieren, wie dies üblicherweise auch in einem Ladengeschäft möglich wäre.
14.2 Der Verbraucher muss für einen Wertverlust der Ware nur aufkommen, wenn der Wertverlust auf einen Umgang mit der Ware zurückzuführen ist, der zur Prüfung ihrer Beschaffenheit, Eigenschaften und Funktionsweise nicht notwendig war, und der Verbraucher ordnungsgemäß über sein Widerrufsrecht informiert wurde.
14.3 Ein ersatzpflichtiger Wertverlust kann insbesondere entstehen, wenn die Ware über eine vorsichtige Anprobe hinaus getragen, gewaschen, gereinigt, verändert, beschädigt oder verunreinigt wurde.
14.4 Dies kann beispielsweise bei Flecken, deutlichen Gerüchen, Make-up-Spuren, Tierhaaren, gezogenen oder beschädigten Fäden, Verformungen, Beschädigungen, Änderungen oder Reparaturversuchen der Fall sein.
14.5 Die genannten Umstände führen nicht automatisch zu einem Wertersatzanspruch. Entscheidend ist der tatsächlich durch den nicht erforderlichen Umgang verursachte Wertverlust.
14.6 Die Höhe eines möglichen Wertersatzes richtet sich nach dem konkreten Zustand der zurückgesendeten Ware und dem tatsächlich eingetretenen Wertverlust. Ein pauschaler Abzug erfolgt nicht.
14.7 Der Zustand zurückgesendeter Waren kann nach Eingang geprüft und zu Nachweiszwecken fotografisch dokumentiert werden.
15. Pflege und sachgemäße Verwendung
15.1 Der Kunde ist verpflichtet, die am Produkt, auf der Verpackung oder in der Produktbeschreibung angegebenen Pflege- und Verwendungshinweise zu beachten.
15.2 Handgestrickte, gehäkelte oder anderweitig handgefertigte Produkte können eine besondere Behandlung, Handwäsche, schonende Trocknung oder eine bestimmte Aufbewahrung erfordern.
15.3 Schäden, die nach Übergabe der Ware ausschließlich durch eine unsachgemäße Behandlung, eine Nichtbeachtung der Pflegehinweise, gewöhnliche Abnutzung, übermäßige Beanspruchung oder eine vom Kunden vorgenommene Veränderung entstehen, begründen keine Mängelrechte.
15.4 Die gesetzlichen Rechte bleiben bestehen, wenn der Schaden bereits bei Übergabe vorhanden war oder auf einer mangelhaften Beschaffenheit des Produkts beruht.
16. Mängelrechte und Gewährleistung
16.1 Es gelten die gesetzlichen Mängelrechte.
16.2 Weist die gelieferte Ware einen Mangel auf, kann der Kunde die gesetzlichen Rechte auf Nacherfüllung und bei Vorliegen der weiteren gesetzlichen Voraussetzungen auf Minderung, Rücktritt oder Schadensersatz geltend machen.
16.3 Die Verkäuferin ist grundsätzlich berechtigt, die Art der Nacherfüllung nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften zu bestimmen.
16.4 Bei einem tatsächlich nur einmal vorhandenen Unikat kann eine identische Ersatzlieferung unmöglich sein. In diesem Fall kann die Nacherfüllung, abhängig von der Art des Mangels, insbesondere durch eine fachgerechte Nachbesserung erfolgen. Ist eine Nachbesserung unmöglich, unzumutbar oder fehlgeschlagen, stehen dem Kunden die weiteren gesetzlichen Rechte zu.
16.5 Geringfügige handarbeits- oder materialbedingte Abweichungen stellen nur dann keinen Mangel dar, wenn sie den vertraglichen Vereinbarungen entsprechen und die Verwendbarkeit sowie die Qualität des Produkts nicht wesentlich beeinträchtigen.
16.6 Kunden werden gebeten, erkennbare Transportschäden möglichst unmittelbar beim Zusteller zu melden und die Verkäuferin zu informieren. Die Unterlassung einer solchen Meldung hat keine Auswirkungen auf die gesetzlichen Mängelrechte des Verbrauchers.
17. Haftung
17.1 Die Verkäuferin haftet unbeschränkt für Schäden, die auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung beruhen.
17.2 Die Verkäuferin haftet ebenfalls unbeschränkt bei schuldhaften Verletzungen des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit.
17.3 Die Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz, aus ausdrücklich übernommenen Garantien und wegen arglistig verschwiegener Mängel bleibt unberührt.
17.4 Bei leicht fahrlässiger Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht ist die Haftung auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren und vertragstypischen Schaden begrenzt.
17.5 Wesentliche Vertragspflichten sind Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf.
17.6 Im Übrigen ist die Haftung für leicht fahrlässig verursachte Schäden ausgeschlossen, soweit gesetzlich zulässig.
17.7 Die vorstehenden Haftungsregelungen gelten entsprechend zugunsten der gesetzlichen Vertreter und Erfüllungsgehilfen der Verkäuferin.
18. Aufrechnung und Zurückbehaltungsrecht
18.1 Der Kunde ist zur Aufrechnung berechtigt, wenn seine Gegenansprüche rechtskräftig festgestellt, unbestritten oder von der Verkäuferin anerkannt sind.
18.2 Die vorstehende Einschränkung gilt nicht, wenn die Gegenansprüche des Verbrauchers aus demselben Vertragsverhältnis stammen.
18.3 Ein Zurückbehaltungsrecht kann der Kunde ausüben, soweit sein Gegenanspruch auf demselben Vertragsverhältnis beruht.
19. Anwendbares Recht
19.1 Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
19.2 Gegenüber Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur insoweit, als dadurch nicht der Schutz entzogen wird, der dem Verbraucher durch zwingende Bestimmungen des Staates seines gewöhnlichen Aufenthalts gewährt wird.
20. Gerichtsstand
20.1 Für Verbraucher gelten die gesetzlichen Gerichtsstandsregelungen.
20.2 Ist der Kunde Kaufmann, eine juristische Person des öffentlichen Rechts oder ein öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist für sämtliche Streitigkeiten aus dem Vertragsverhältnis der Sitz der Verkäuferin Gerichtsstand.
20.3 Gleiches gilt, wenn ein Unternehmer keinen allgemeinen Gerichtsstand in Deutschland oder der Europäischen Union hat oder sein Wohnsitz beziehungsweise gewöhnlicher Aufenthaltsort zum Zeitpunkt der Klageerhebung nicht bekannt ist.
21. Verbraucherstreitbeilegung
21.1 Die Verkäuferin ist nicht verpflichtet und nicht bereit, an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.
22. Schlussbestimmungen
22.1 Individuelle Vereinbarungen zwischen der Verkäuferin und dem Kunden haben Vorrang vor diesen Allgemeinen Geschäftsbedingungen.
22.2 Sollten einzelne Bestimmungen dieser Allgemeinen Geschäftsbedingungen unwirksam sein oder werden, bleiben die gesetzlichen Regelungen im Übrigen anwendbar.
Stand: August 2026